Geschichte

Der erste und bekannte Kirchenbau (Bartholomäuskirche) wurde im Jahre 1420 bei einem Stadtbrand zerstört.

Mit der Wiedererrichtung wurde schon 1430 begonnen, die Vollendung erfolgte aber erst im Jahre 1611.

Die neue Kirche trug von Anfang an den Namen „ZU UNSERER LIEBEN FRAUEN“.

Den Brand von 1806 überstanden nur die Umfassungsmauern, der gotische Chorraum und ein Rest des Turmes. Nach 1810 erfolgte der Wiederaufbau im klassizistischen Stil unter Verwendung des gotischen Restes.

In den Jahren 2000 bis 2008 wurde die Kirche komplett innen und außen saniert.

Durch die drei Emporen hat die Kirche etwa 1800 Plätze.

Die Roßweiner Kirche ist 46m lang, 20m breit und hat eine Traufhöhe von 14,5m. Ihr Turm ist 65m hoch.

Im Vorraum der Kirche begrüßen uns Petrus und Paulus.

Petrus hält einen Schlüssel in der Hand, Paulus ein Schwert. Diese Orginalfiguren standen vor der Sanierung am Hauptportal, heute stehen dort Kopien.

Tritt man nun in das Innere der Kirche, kommt man zuerst in die beheizbare Winterkirche.

Das Altarbild von Traugott Georgi (1783-1838) ist ein bedeutendes Werk der klassizistischen Dresdner Akademie-malerei. Es stellt in zwei allegorischen Frauengestalten das Gegenüber von Gesetz und Evange-lium dar. Darüber schwebt ein musi-zierender Engel.

Die Orgel basiert auf einem Werk von Richard Kreutzbach aus dem Jahre 1877. Die Orgel wurde 1939durch den Rochlitzer Orgelbaumeister Schmeisser zu einem dreimanualigen Instrument mit 43 Registern umgebaut.

Im neugotischen Stil kamen Ende des vergangenen Jahrhunderts Teile der Innenausstattung (Kanzel, Tauf-stein, Lesepult) und die farbigen Fenster hinzu.

Dank einem Sponsor aus Daytona Beach / USA konnte im Jahr 2006 der schadhafte Stahlglockenstuhl gegen einen neuen Glockenstuhl aus dauerhaftem Eichenholz ersetzt werden. So können die 4 Bronzeglocken in neuem Klang läuten und auch Dich– ja genau Dich - zum Gottesdienst einladen.

Zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar wird bei uns das „Roßweiner Ehre“ gesungen. Eine eigene uralte Vertonung dieses liturgischen Stückes und zwar dreifach und im Stehen.